Aktuelle Zahlen aus dem Bodenseekreis

  • labordiagnostisch bestätigte Infektionsfälle seit Ausbruch insgesamt: 526
    gestorbene Personen: 8
    aktuell als akute Infektionsfälle geltend: 39
    neu gemeldete Infektionsfälle in der gesamten Vorwoche (Mo. - So.): 48
    zwischenzeitlich als genesen geltend: 479
  • 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner aktuell: 11,52 
    Höchstwert in der Vorwoche (Mo. - So.): 23,96
    (50 registrierte Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in einem Land- oder Stadtkreis innerhalb von sieben Tagen gelten als Schwellwert für verstärkte behördliche Schutzmaßnahmen.)
  • stationär behandelte Personen in Kliniken im Landkreis: 2
    (Diese Zahl zeigt die Auslastung der Behandlungskapazitäten im Landkreis an. Es werden auch Patientinnen und Patienten mitgezählt, wenn diese nicht aus dem Bodenseekreis stammen. Personen aus dem Bodenseekreis, die in anderen Landkreisen behandelt werden, sind in dieser Zahl wiederum nicht erfasst.)
  • Personen in behördlich angeordneter häuslicher Quarantäne: 311
    bereits wieder aus der Quarantäne entlassene Personen: 2.190
    (In diesen Zahlen sind die gemeldeten Infektionsfälle sowie Kontaktpersonen ersten Grades enthalten.)

(Stand 24.09.2020, diese Zahlen werden regelmäßig aktualisiert, abhängig von der Meldung neuer Fälle.)

Um den Persönlichkeitsschutz der Betroffenen zu wahren, macht das Landratsamt Bodenseekreis keine Angaben über deren Wohnort, Geschlecht oder Alter.

Info-Telefone

Gesundheitsamt Bodenseekreis:
Tel.: 07541 204-3300 (täglich von 09:00 bis 16:00 Uhr)

Landesgesundheitsamt:
Tel.: 0711 904-39555 (täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr)

Jobcenter Bodenseekreis:
Tel.: 07541 204-5110 oder -3008 oder - 3800 (Montag bis Donnerstag täglich von 08:00 bis 12:00 Uhr und von 14:00 bis 16:00 Uhr, Donnerstag 14:00 bis 17:00 Uhr, Freitag von 08:00 bis 12:00 Uhr)

Familien-Beratung durch die Familientreffs:
Infos unter Familie & Kinder

Hilfen bei psychischen Krisen:
Infos unter Psychische Krise

Quarantäne bei Reise-Rückkehr aus Risikogebiet

Wer 48 Stunden und mehr in einem Risikogebiet verbracht hat und nach Deutschland einreist, muss laut aktueller Corona-Verordnung zwingend diese Regeln befolgen:

  • 14-tägige häusliche Quarantäne: Auf direktem Weg in die eigene Wohnung oder eine andere Unterkunft begeben und diese 14 Tage nicht verlassen. Kein Besuch von Personen, die nicht diesem Hausstand angehören. Die Quarantäne darf nur zum Aufsuchen des nächstgelegenen Testzentrums bzw. einer ärztlichen Praxis zur Durchführung eines Corona-Tests bzw. ärztlichen Untersuchung verlassen werden (nur mit Mund-Nasenbedeckung, möglichst nicht mit ÖPNV).
  • Ausnahmen: Für bestimmte Personengruppen wie Pendler, Berufskraftfahrer oder bei besonderen Umständen gelten Ausnahmen.
  • Meldung ans Rathaus: Unverzüglich die Ortspolizeibehörde (Gemeindeverwaltung) der Aufenthaltsgemeinde kontaktieren (NICHT das Landratsamt/Gesundheitsamt).
  • Test-Pflicht ab 8. August: In Baden-Württemberg ist es nun Pflicht einen Corona-Test zu machen, wenn man aus einem Risikogebiet kommt. Dazu gibt es folgende Möglichkeiten:
    • Corona-Test vor der Einreise: Wer bei der Einreise einen negativen Test (PCR-Testung auf SARS-CoV-2-Virus) nachweisen kann, der nicht älter als 48 Stunden ist, kann von der Quarantäne befreit werden. Dieser Test muss in deutscher oder englischer Sprache vorliegen. Grundsätzlich werden alle Tests von allen Staaten der Europäischen Union sowie der Länder, die auf der Seite des RKI aufgelistet sind, akzeptiert.
      https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Tests.html
    • Corona-Test nach der Einreise: Es ist auch möglich, sich innerhalb 72 Stunden nach der Einreise aus einem Risikogebiet testen zu lassen. Bis zum Zeitpunkt des negativen Testergebnisses muss jedoch die Quarantäne eingehalten werden.

Risikogebiete sind Staaten oder Regionen außerhalb der Bundesrepublik, für die laut Ministerium für Soziales und Integration ein erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Die Liste der Risikogebiete wird laufend auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts aktualisiert:
www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html?nn=13490888 

Die Teststation am Flughafen Friedrichshafen ist nur für Flug-Ankünfte aus Risikogebieten besetzt. Passagiere, die in Deutschland bleiben (also nicht Durchreisende) können hier freiwillig einen kostenlosen Corona-Test durchführen lassen. Sie sollten ihre Versichertenkarte dabeihaben. Die Teststation am Flughafen hat KEINE öffentliche Sprechstunde. 

Wichtige Verhaltensregeln

Im Alltag und ohne konkrete Verdachtsmomente bieten diese einfachen Verhaltensregeln einen guten Schutz vor Infektionen:

  • Mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen halten.
  • Mund-Nasen-Schutz, wenn es eng oder geboten ist.
    (Wichtig: Der Schutz wirkt nur, wenn auch die Nase bedeckt ist.)
  • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife.
  • Nicht mit ungewaschenen Händen ins Gesicht zu fassen.
  • Andere Personen nicht anhusten und sich nicht anhusten lassen.
    Einmaltaschentücher benutzen bzw. Niesen oder Husten in die Armbeuge.
  • Auf Händeschütteln verzichten.

Weitere allgemeine Hygienetipps gibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter www.infektionsschutz.de/hygienetipps.

Symptome der Erkrankung

  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Beeinträchtigung des Geruchs-/Geschmackssinns
  • Trockener Husten
  • Atemnot, Schmerzen beim Atmen
  • Kopf-/Gliederschmerzen
  • Halsschmerzen/-kratzen, Schnupfen
  • Abgeschlagenheit

Die Erkrankung ist noch nicht vollständig wissenschaftlich erforscht. Aktuelle Hinweise gibt das Robert-Koch-Institut (RKI).

Verhalten bei Symptomen oder Verdacht auf Corona

  • Personen, die den Verdacht haben, mit Corona-Viren infiziert zu sein und Krankheitssymptome haben, sollen sich zunächst telefonisch mit der hausärztlichen Praxis in Verbindung setzen. Bitte nicht unangemeldet in die Praxis oder ins Krankenhaus gehen.
  • Hausärztin oder -arzt klärt dann mit den Betroffenen das weitere Vorgehen ab. Kann die Praxis Corona nicht untersuchen bzw. behandeln, überweist sie diese an eine möglichst nahegelegene Schwerpunktpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung.
  • In Fällen, in denen die Hausärztin bzw. der Hausarzt telefonisch nicht erreicht werden kann, kann über den Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung unter der Tel. 116117 erfragt werden, wo es eine Corona-Anlaufstelle in der Nähe gibt und wie Sie dort einen Termin bekommen.
  • Bis zur weiteren Abklärung zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen Personen auf ein Minimum beschränken.
  • Bei starken Symptomen und schlagartiger Verschlechterung an Wochenenden und Feiertagen den ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen, Tel.: 116117.

Robert-Koch-Institut: Bin ich betroffen und was ist zu tun?

Corona-Test und ärztliche Untersuchung

  • Corona-Tests werden in der Regel durch haus-/allgemeinärztliche Praxen durchgeführt. Ärztliche Praxen, die (mögliche) Corona-Patienten nicht versorgen können, überweisen diese an eine nächstgelegene Corona-Schwerpunktpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung. Eine Übersicht der Schwerpunktpraxen gibt es auf der Website der Kassenärztlichen Vereinigung unter http://coronakarte.kvbawue.de/.
  • Der Test ist für Personen mit typischen Symptomen sowie Reiserückkehrer aus Risikogebieten kostenlos.
  • Für Personen, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, gibt es aktuell keine Erstattungsregelung. Wer dennoch einen Test wünscht, muss derzeit die Kosten von rund 120 Euro selbst tragen.
     

Fieberambulanz

Die Kassenärztliche Vereinigung betreibt an der Messe Friedrichshafen eine Fieberambulanz. Hierhin werden durch die ärztlichen Praxen oder das Gesundheitsamt Personen überwiesen, die auf Corona getestet und ggf. auch ärztlich untersucht werden sollen. Es ist KEINE offene Sprechstunde - die Termine werden ausschließlich durch das Gesundheitsamt vergeben. Ohne Termin kann kein Test gemacht werden.

Anmeldeformular für ärztliche Praxen

Leben in Quarantäne

Personen, die nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert sind, müssen mindestens 10 Tage sowie deren enge Kontaktpersonen mindestens 14 Tage lang in Quarantäne leben. Die behördliche Anordnung hierfür erteilt die Wohnortgemeinde oder das Gesundheitsamt und kann zunächst auch mündlich ausgesprochen werden. Sie ist zwingend zu befolgen, andernfalls drohen Bußgeld oder andere Zwangsmaßnahmen.

Für Menschen in Quarantäne hat das Gesundheitsamt Info-Blätter mit wichtigen medizinischen und Alltagsinformationen sowie ein Fiebertagebuch herausgegeben:

Kontaktpersonen der Kategorie 2

Als Kontaktpersonen der Kategorie 2 gelten Personen, die sich im selben Raum wie ein bestätigter COVID-19-Fall aufhielten (z. B. Klassenzimmer oder Arbeitsplatz), wenn:

  • sie insgesamt (kumulativ) weniger als 15-minütigen Gesichts-Kontakt („face-to-face“) mit der infizierten Person hatten.
  • es keine Hinweise darauf gibt, dass eine Aerosolübertragung jenseits von 1,5 m von der infizierten Person stattgefunden hat.

(Beide Bedingungen müssen erfüllt sein, sonst wird der oder die Betreffende als Kontaktperson Kategorie 1 gewertet und ist damit Quarantäne-pflichtig.)

Für Kontaktpersonen der Kategorie 2 ist grundsätzlich keine Quarantäne notwendig. Jedoch sollten mindestens 14 Tagen nach dem letzten Kontakt zur infizierten Person wichtige Verhaltensregeln beachtet werden:

  • Kontakte zu anderen Personen auf das unbedingt Nötige beschränken, um eine mögliche Weiterverbreitung des Erregers zu vermeiden. Verzichten Sie auf nicht erforderliche, vor allem private Kontakte.
  • Vermeiden Sie auf alle Fälle Menschenansammlungen.
  • Befolgen sie die Hygieneempfehlungen, insbesondere regelmäßiges Händewaschen, kein ungeschütztes Niesen oder Husten, Desinfektion von Türklinken etc.
  • Beachten Sie einen Mindestabstand zu anderen Personen von mindestens 1,5 Metern. Vor allem, wenn dieser nicht eingehalten werden kann, tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz. Dieser kann die Übertragung von Krankheitserregern durch Sekrettröpfchen reduzieren.
  • Sprechen Sie gegebenenfalls mit Ihrem Arbeitgeber über eventuelle Möglichkeiten, Übertragungsrisiken bei der Arbeit zu minimieren (z. B. Heimarbeit). Grundsätzlich ist aber keine Entschädigung für einen potenziellen Verdienstausfall nach § 56 IfSG möglich.
  • Überwachen Sie mindestens 14 Tage lang besonders aufmerksam Ihren Gesundheitszustand. Sollten bei Ihnen die typischen, grippeartigen Symptome auftreten, muss an eine Covid-19-Infektion gedacht werden. In diesem Fall wenden Sie sich bitte umgehend telefonisch an Ihre hausärztliche Praxis und vermeiden Sie bestmöglich Kontakte zu anderen Personen.
  • Ein Corona-Test wird empfohlen. Rufen Sie Ihre hausärztliche Praxis an, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Falls diese nicht erreichbar ist und Sie schwere Symptome haben, kontaktieren Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter Tel. 116 117 oder den Notarzt unter 112.

Für Kontaktpersonen der Kategorie 2 hat das Gesundheitsamt ein Infoblatt mit wichtigen praktischen Hinweisen herausgegeben:

Entschädigung nach § 56 Infektionsschutzgesetz

Entschädigung aufgrund Quarantäne
Personen, die sich aufgrund einer behördlichen Anordnung in häuslicher Quarantäne befinden und dadurch einen Verdienstausfall erleiden, erhalten auf Antrag eine Entschädigung nach den Regelungen des § 56 Infektionsschutzgesetz. Voraussetzung dafür ist eine, im konkreten Fall personenbezogene, Absonderungsverfügung gem. § 30 Infektionsschutzgesetz, die durch das zuständige Bürgermeisteramt oder das Gesundheitsamt ausgestellt wurde.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die labordiagnostiziert an Covid-19 erkrankt sind, sind arbeitsunfähig, so dass die Leistungen des Arbeitgebers und der Krankenversicherung vorrangig eintreten. Für die Zeit der Krankschreibung besteht somit in der Regel kein Anspruch auf Entschädigung nach § 56 Infektionsschutzgesetz, sondern Lohnfortzahlung im Krankheitsfall nach § 3 EntgFG. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich als Kontaktperson einer erkrankten Person in Quarantäne befinden, erhalten für die Dauer der Quarantäne (höchstens jedoch sechs Wochen) von ihrem Arbeitgeber die Entschädigung ausgezahlt. Die Höhe entspricht grundsätzlich dem regulären Netto-Arbeitsentgelt für die Dauer der Quarantäne. Der Arbeitgeber kann dann innerhalb von drei Monaten nach dem Ende der Quarantäne einen Antrag bei der zuständigen Behörde stellen, um sich die an die Arbeitnehmerinnen/den Arbeitnehmer ausgezahlten Beträge erstatten zu lassen (§ 56 Abs. 5 und 11 Infektionsschutzgesetz).

Selbstständige
Selbstständige erhalten eine Entschädigung, wenn sie sich als Kontaktperson einer erkrankten Person in Quarantäne befinden. Unter die Verdienstausfallentschädigung gem. § 56 IfSG fallen allerdings keine finanziellen Einbußen und betrieblichen Verluste aufgrund von Veranstaltungsverboten und Betriebsuntersagungen gemäß der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg vom 17.03.2020. Diesbezüglich verweisen wir auf die Soforthilfen für Selbstständige sowie auf das Arbeitslosengeld II beim Jobcenter.

Entschädigung aufgrund von Kinderbetreuung
Erwerbstätige Sorgeberechtigte von Kindern unter 12 Jahren oder Kindern, die behindert und auf Hilfe angewiesen sind, erhalten auf Antrag eine Entschädigung nach den Regelungen des § 56 Infektionsschutzgesetz, wenn sie aufgrund der Schließung von Kitas und Schulen einen Verdienstausfall erleiden. Voraussetzung dafür ist, dass sie in diesem Zeitraum die Kinder selbst betreuen, weil sie keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit sicherstellen können. Dieser Entschädigungsanspruch ist am 30.03.2020 in Kraft getreten (Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite).
Weitergehende Informationen

Antragstellung
Zuständige Behörde für den Bodenseekreis ist das Regierungspräsidium Tübingen. Anträge werden in einem online-Verfahren über die Website www.ifsg-online.de gestellt und bearbeitet. Hier gibt es auch weitere Informationen. Die bisher bis zum 30. April beim Landratsamt Bodenseekreis eingegangenen Anträge werden gesammelt an das Regierungspräsidium Tübingen weitergeleitet.

Infotelefon Corona-Entschädigung:
Tel.:  0711 218200601 (Mo - Do 07:30 - 16:30 Uhr, Fr 07:30 - 12:30 Uhr)

E-Mail Corona-Entschädigung: 
entschaedigung-ifsg@rpt.bwl.de

Brief des Landrats

COREY – Antworten zu Corona

Das automatische Dialogsystem (Chatbot) der Landesregierung hat Antworten auf viele Fragen zu Corona und den behördlichen Regelungen.

Chatbot COREY

Corona - Wir helfen einander

Empfohlene Hygienemaßnahmen

Multilingual Information on Corona

The Website of the Ethno-Medizinisches Zentrum
e. V. offers trustworthy information in many different languages.  www.covid-information.org